Ob sie sich in der Küche über Lebensmittel hermachen oder in Scharen durch Ihr Wohnzimmer krabbeln – Ameisen im Haus können eine echte Plage sein. Doch wie werden Sie die Tierchen wieder los? Wir zeigen Ihnen effektive Tricks.
Der wichtigste Schritt zu Bekämpfung von Ameisen: wissen woher sie kommen. Denn Ameisen folgen Duftspuren, die ihre Kundschafter gelegt haben, um ihre Kolonie zu einem Futterplatz zu führen.
Ameisen kommen nur in Ihr Haus, weil sie auf der Suche nach Nahrung sind. Und das können Krümel vom Frühstück ebenso wie offene Lebensmittel oder Essensreste sein. Je mehr davon zu finden ist, desto eher fühlen sich Ameisen „eingeladen“ zu kommen. Das können Sie dagegen tun:
Köder sind oft die wirksamste Methode, um eine Ameisenkolonie zu bekämpfen, da sie das Gift direkt ins Nest tragen. Das sind die Mittel der Wahl:
Wichtig: Beim Auslegen von Ködern sollten Sie Geduld mitbringen. In der Regel dauert es mehrere Tage oder ein oder zwei Wochen, bis alle Ameisen aus der Kolonie durch die Giftköder eliminiert sind. Stellen Sie die Köder zu schnell weg, riskieren Sie, dass die Kolonie sich erholt und der Befall so schlimm wie zuvor ist.
1. Die Ameisen halten sich trotz Köder und anderer Maßnahmen hartnäckig:
Haben Sie versucht, die Ameisen mit den oben genannten Tipps (Hygiene, Köder, Versiegeln von Zugängen) zu bekämpfen, aber der Befall lässt nicht nach? Das kann darauf hindeuten, dass die Kolonie sehr groß ist oder das Nest noch nicht erreicht wurde. In diesem Fall sollten Profis handeln und effektiv für eine dauerhafte Entfernung sorgen.
2. Der Ameisenbefall ist sehr umfassend:
Wenn Sie eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Ameisen sehen oder die Ameisen sich über mehrere Räume des Hauses ausbreiten und „Ameisenheere“ im Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer auftauchen, ist das ein klares Zeichen für einen größeren Befall. Hier werden Sie mit Hausmitteln nicht weit kommen. Das ist ein Fall für den Profi.
3. Es handelt sich um bestimmte Ameisenarten:
Pharaoameisen (Monomorium pharaonis): Diese winzigen, gelblichen Ameisen sind besonders schwer zu bekämpfen, da sie mehrere Nester bilden können (Polygynie) und sehr resistent gegen viele gängige Mittel sind. Sie können auch hygienische Probleme verursachen, da sie Krankheitserreger übertragen können.
Holzzerstörende Ameisen (z.B. Rossameisen – Camponotus herculeanus): Wenn Sie große, dunkle Ameisen sehen, die Holzschäden verursachen könnten (z.B. in feuchtem Holz an Fensterrahmen, Türzargen oder Dachstühlen), ist sofortiges Handeln eines Profis geboten. Sie bauen ihre Nester gerne in feuchtem oder verrottendem Holz und können erhebliche strukturelle Schäden am Haus verursachen.
Tapinoma magnum (Große Drüsenameise): Diese Ameisen können riesige Kolonien aufbauen und die Bausubstanz gefährden. Noch werden diese invasiven Ameisen vor allem in Süddeutschland gesichtet. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis auch der Norden Deutschlands von ihnen erobert wird.
4. Sie können das Nest nicht lokalisieren:
Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Nest tief im Haus (z.B. in Wänden, unter dem Boden oder in Hohlräumen) liegt und Sie den Ursprung des Befalls nicht finden können, hilft nur noch ein Profi. Dieser verfügt über das Wissen und die Ausrüstung, um solche Verstecke aufzuspüren.
5. Die Ameisennester befinden sich an schwer zugänglichen Stellen im Haus:
Wenn die Ameisen in schwer zugänglichen Bereichen aktiv sind, wie z.B. in Zwischendecken, hinter Verkleidungen oder in elektrischen Installationen, ist es ratsam, einen Fachmann zu beauftragen, um unnötige Schäden am Haus zu vermeiden.
Wer Ameisen die Zugänge und die Lebensgrundlage entzieht, kann gut gegen einen Befall vorbeugen. Haben es die Tiere jedoch geschafft, Kolonien im Garten oder sogar im Haus anzulegen, sind Profis empfehlenswert. Das gilt insbesondere dann, wenn invasive Ameisenarten beteiligt sind.

Ausbildung Gebäudereiniger & Schädlingsbekämpfer
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